Peptide, die für Schlaf & Regeneration erforscht werden
Kein Peptid hat einen belegten, zugelassenen Einsatz bei Schlafstörungen. Die diskutierten Kandidaten — Emideltide (DSIP), Epitalon und GH-Sekretagoga — stützen sich auf Jahrzehnte alte, uneinheitliche Studien oder auf Tierdaten. Keines ist in der EU zugelassen.
01 — Was untersucht wird
Schlafforschung arbeitet mit gut definierten Endpunkten: Einschlaflatenz, Tiefschlafanteil im Schlaflabor, nächtliche Aufwachereignisse, subjektive Schlafqualität am Folgetag. Genau diese Endpunkte fehlen in der Peptidliteratur weitgehend. Die vorhandenen Untersuchungen stammen zum Teil aus den 1970er- und 1980er-Jahren, arbeiten mit kleinen Gruppen und uneinheitlichen Messverfahren, und ihre Ergebnisse lassen sich nicht zu einer konsistenten Aussage bündeln.
Bei den Peptiden der Wachstumshormonachse kommt eine zweite Unschärfe hinzu: GH wird physiologisch im Tiefschlaf ausgeschüttet, weshalb eine Veränderung der Hormonkurve gern als Schlafverbesserung gelesen wird. Der umgekehrte Schluss ist nicht zulässig. Zwischen einer verschobenen Hormonkurve im Blut und erholsamem Schlaf liegt eine Lücke, die am Menschen nicht durch kontrollierte Studien geschlossen ist.
Diese Seite berichtet zur Orientierung über den Stand von Forschung und Zulassung. Sie ist keine medizinische Beratung, keine Empfehlung für oder gegen eine Substanz und kein Angebot. Der Zulassungsstatus ändert sich; das angegebene Datum ist das unserer letzten Prüfung. Besprechen Sie jede Behandlung mit einer Ärztin oder einem Arzt.