Peptidtherapie.
Gezielte Peptid-Anwendungen zur Regeneration und Stoffwechselmodulation.
Was ist Peptidtherapie?
Peptide sind kurze Aminosäureketten (2–50 AS), die als Signalmoleküle körpereigene Prozesse modulieren. Therapeutisch werden sie zur Geweberegeneration, Immunmodulation und Stoffwechselsteuerung eingesetzt.
Was sagt die Studienlage?
Etablierte zugelassene Peptide: GLP-1-Analoga (Semaglutid), Tesamorelin, Sermorelin. Experimentell, aber gut untersucht: BPC-157 (Sehnenheilung in präklinischen Modellen), Thymosin-α1 (Immunmodulation). Die Evidenzlage variiert stark je Peptid.
Wie läuft es in der Praxis ab?
Anwendung meist subkutan (Pen) oder oral. Vor Therapiestart: Indikationsprüfung, Allergie- und Komedikationscheck. Bezug ausschließlich über Apotheken mit Herstellungserlaubnis — Online-Bezug aus „Research-Shops“ ist illegal und unsicher.
- 01Ärztliche Indikationsstellung und Aufklärung
- 02Rezeptur über zugelassene Apotheke
- 03Einweisung in die subkutane Selbstapplikation
- 04Verlaufskontrolle inkl. Laborwerte (je nach Peptid)
- 05Re-Evaluation nach 8–12 Wochen
Für wen sinnvoll?
- —Postoperative Geweberegeneration (off-label)
- —Adipositas-/Diabetes-Therapie (GLP-1)
- —Wachstumshormon-Achsen-Modulation bei nachgewiesenem Defizit
- [01]Sikiric P et al. (2020). Pentadecapeptide BPC 157 and the central nervous system.
- [02]Wilding JPH et al. (2021). Once-Weekly Semaglutide in Adults with Overweight or Obesity (STEP 1). NEJM.